EVANGELISCHE WOLFBUSCHGEMEINDE
Unsere Kirche
Nach dem Bau der Wolfbuschsiedlung in den Jahren ab 1933 wohnten hier
bald mehr als 400 Familien mit rund 1500 Familien- mitgliedern die überwiegend zur evangelischen Landeskirche gehörten. Für diese sollte eine eigene Kirche gebaut werden. Nach schwierigen Verhandlungen mit der Stadt erwarb der Vorsitzende des Kirchengemeinderates von der Stadt Stuttgart den Platz in der Nähe der Solitudestrasse am Eingang zur Wolfbuschsiedlung. Am 11. Juni 1937 wurde der Grundstein für das Gotteshaus gelegt. Am 20.3.1938 wurde die Kirche eingeweiht. Ehrengäste waren unter anderen Landesbischof Wurm, Dekan Mildenberger und Vertreter des Oberkirchenrates. Kurz nach der Einweihung der Kirche wude am 1.Juli 1938 auch der Kindergarten eröffnet der noch heute in der Wolfbuschkirche ist. Die Kirche ist 24 m lang und 12 m breit. Im Kirchenschiff ist Platz für ca 200 Kirchen- besucher und auf der Empore sind weitere 40 Plätze.
Die Orgel

Die mit dem Kirchenbau eingebaute Orgel wurde wie die gesamte Kirche in den Bombennächten der Jahre 1944 und 1945 stark beschädigt. Aus Kostengründen war eine Neuanschaffung aber nicht möglich. Daher wurde die Orgel bis zum Jahr 1972 immer wieder repariert. Da eine nochmalige Reparatur nicht mehr möglich war wurde im Januar 1973 eine Kleinorgel aufgestellt um die Gemeinde bei Gesang während der Gottesdienste zu begleiten. Im Jahr 1976 wurde von der Firma Weigle aus Echterdingen eine neue Orgel mit 16 Registern und zusammen 960 Pfeiffen eingebaut. Die neue Orgel wurde am 17. Oktober 1976 mit einem Festgottesdienst eingeweiht. Diese neue Orgel mit ihrem weichen Klang, der auch noch durch die reichliche Holz- ausstattung der Kirche hervorgehoben wird erfreut bis heute die Kirchenbesucher bei Gottesdiensten oder sonstigen musikalischen Veranstaltungen.
Die Glocken
Zu einem Gotteshaus gehören auch Glocken, die zum gemeinsamen Gottesdienst rufen und zu kirchlichen Feiern und Festen einladen. Der schlanke Turm der Wolfbuschkirche bietet nur Platz für 2 Glocken: die große Betglocke und die kleinere Taufglocke. Trotz großen finanziellen Problemen konnten die beiden Glocken bereits bis zur Einweihung der Kirche eingebaut werden. Leider verstummten diese Glocken bereits im März 1942 wieder. Sie mussten abgeliefert werden und wurden zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Im Jahr 1949 wurde eine neue Glocke eingebaut. Diese ist auf den Ton „a“ gestimmt und hat ein Gewicht von 460 kg. Diese neue Glocke bekam den Namen „Gefallenenglocke“ und hat die Inschrift „Deine Toten sollen leben“ (Jes. 26,19). Die zweite Glocke wurde im Mai 1954 eingebaut. Sie hat ein Gewicht von 280 kg und ist auf den Ton „c“ gestimmt. Ihre Inschrift lautet: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Das Chorfenster

Das Chorfenster wurde bei einem Fliegerangriff in der Nacht zum 29. Juli 1944 zerstört. Aus finanziellen Gründen wurde zunächst nur eine einfache, schmucklose Ver- glasung eingesetzt. Erst im Jahre 1953 konnte ein neues buntes Chorfenster in Auftrag gegeben werden. Die Entwürfe für dieses neue Fenster stammen von Herrn Wolf Dieter Kohler. Gefertigt wurde das Fenster von der Kunstverglaserei Valentin Saile in Stuttgart. Das Fenster besteht aus acht rechteckigen Feldern, jeweils 0,80 m hoch und 0,60 m breit. Es stellt die Passionsgeschichte Christi nach dem Evangelium des Johannes dar. Die Bilder von unten nach oben: Einzug nach Jerusalem Abendmahl mit Fußwaschung Geißelung Jesus vor Pilatus Jesus auf dem Weg nach Golgatha Kreuzigung Maria mit Engeln am leeren Grab Der Auferstandene im Kreis seiner Jünger Das Kunstwerk ist ein eindrucksvoller Schmuck der Kirche. Pfarrer Albrecht schreibt im Gemeindeblatt vom Dezember 1953: „Jeden Sonntag soll es der Gemeinde eine ernste Mahnung sein: Lasset uns aufsehen auf Christus, der für uns gelitten hat und auferstanden ist. "
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